Regina Baierl fügt ihrer künstlerischen Praxis mit den jetzt vorgestellten Arbeiten eine ganz neue Komponente hinzu.

Baierls aktuelle Arbeiten konfrontieren den Betrachter mit einer rätselhaften Welt, deren Elemente mitunter ebenso verstörend wie befreiend wirken können. Ihre Objekte aus Möbeln und Alltagsgegenständen, die sie in aufgelösten Haushalten und Wohnungen findet und zu raumgreifenden Situationen assembliert, zeigen bisher unvermutete Aspekte ihrer künstlerischen Absichten.

Fanden in früherer Praxis Restposten der Zivilisation mit ihren originalen Oberflächen und Spuren vergangener Leben Eingang, werden diese Spuren nun nach und nach durch überlagernde Farbschichten neutralisiert und damit von vermeintlich innewohnender Bedeutung befreit. Die oft als Gehäuse betitelten Arbeiten entrücken sich zunehmend selbst aus ihrer räumlichen und zeitlichen Zuordnung und entziehen sich damit einer allzu vorschnellen Deutung als Schreine der Erinnerung. Sie bewegen sich von nun an ausserhalb tradierter Vorstellungen von Zugehörigkeit. Die Künstlerin selbst bezeichnet ihre Objekte oft als Maschinen, aber solche, die nichts und niemandem dienen, sondern mitunter ein bedrohliches Eigenleben entwickeln. Ihre Arbeiten halten Spannung und Intensität, egal in welchem Masstab oder auf welchem Medium.                                                                                                                                           Alexander Müller. 2020

S10 für DKH, 2025: 


Bedeutungsmodell (der Installation in 2017) (M: ca. 1:12)

für den Auftritt des KloHäuschens - in Dresden im GEH8 Kunstraum : „Ne Travellez Jamais“


zum S10_2017 - eine temporäre, ortsbezogene Installation des Privaten im KloHäuschen an der Großmarkthalle München: 

ein erhöhtes Studiolo - nur zum Stehen - am hochliegenden Fenster nach außen.

Erstmals entsteht durch diese Installation  im KloHäuschen ein enger Bezug zwischen Innen und Außen und ermöglicht damit, über die Selbstbeobachtung hinaus, die Beobachtung der Welt (da draußen) und, mit einem schlauchförmigen „Hör-Trichter“, die Welt im tiefsten Innern.


War im GEH8 Kunstraum in Dresden jederzeit zu besichtigen: 18. Juli bis 17. August 2025


… Das KloHäuschen war mit seiner Kunsthalle nach Dresden gereist. Über 50 Arbeiten, die im KloHäuschen schon realisiert worden sind, waren im Gepäck. 

Kuratierung des KloHäuschens: Anja Uhlig

Mit

9 Volt, Albert Coers, Andrea Golla, Andrea Unterstraßer, Andreas Mitterer, Andreas Pytlik, Anette Friedrich Johannessen, Anton Thorwart, Bela Alvarez, Carolin Wenzel, Claudia Kleiner, David Adam, Ena Oppenheimer, Günter Nosch, Guida Miranda & Christoph Reiserer, Heidi Mühlschlegel, Heinz Schmöller, Helena Rossner, Janina Totzauer & Magdalena Jooss, JC Leopold, Johanna G. Eder, Johannes Lotz, Judith Egger, Krista Burger & Kenneth Letsoin, Kristin Brunner, Lisa Maria Baier, Lucas Oertel, Manuela Müller, Marleen Andreev, Martin Schmidt, Martina Kändler, Mary Kim, Matthias Bausch, Mediendienst Leistungshölle mit Alligator Gozaimasu, Monika Kapfer, Natalja Herdt, Nina Annabelle Märkl, Olaf Probst, Patricia London Ante Paris, Peter Kees, Raquel Ro, rasso rottenfusser, Regina Baierl, Regine Elbers & Martina Kändler, Rupert Jörg, Sabine Schlunk, Sebastian Klug, Stefan Hagen, Stefan Maria Marb, Stephanie Felber, Stephanie Maier, Stephanie movall, Suntje Sagerer, Thomas Judisch, Tobias Bohnet, Tommy Schmidt & Max Haarich, Torsten Hink, Ulrike Mundt, Uschi Siebauer, Uwe Jonas, Veronika Veit, Vincent Mitzev & Valio Tchenkov, Yutta Bernhardt, Zoe Gudovic.